Unter den Aspekten eines lerntheoretisch strukturierten und jahrgangsgemischten Unterrichts sollen Kinder die Chancen wahrnehmen können, die sie einmalig in diesem Lebensabschnitt ihrer Lernzeit haben werden. Zahlreiche Untersuchungen betonen, dass die Leistungshaltungen von Kindern bereits früh festgelegt werden und dass Schulleistungen in erstaunlich hohem Maße ab der zweiten Jahrgangsstufe stabil und bestimmend für die restliche Schulkarriere bleiben. Ähnliches gilt auch für soziale Rollen, die Kinder in der Klasse erwerben.
Angesichts der Bedeutung dieser sehr sensiblen Phase für die generelle Leistungsentwicklung stellte sich für uns das Ziel, den Schulanfang für alle Kinder zu optimieren. Dies erfolgt durch die Einbettung einer jahrgangsstufenübergreifenden Organisationsform in die wöchentliche Unterrichtsstruktur, in der die individuelle Kompetenzentwicklung in einen unterstützenden Sozialkontext eingebunden ist.
Auf die drängenden Probleme der zunehmenden Heterogenität der Kinder und ihrer Erfahrungen muss Grundschule pädagogisch und strukturell reagieren.